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Wirtschaftsbund warnt vor Verwaisung des Hauptplatzes

Ort

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Datum

Datum

03. März 2016

Zeit

Zeit

08:30 Uhr

Seit September letzten Jahres ist der Lienzer Hauptplatz ganzjährig Fußgängerzone.
Unternehmer beklagen Umsatzrückgänge, und fordern von der Stadtpolitik, die
Diskussion um ein ganzheitliches Nutzungskonzept schleunigst zu einem positiven
Ende zu bringen.
Der Frühling steht vor der Tür, und der Lienzer Hauptplatz wirkt wieder etwas belebter als in den
letzten Wochen und Monaten. „Das täuscht aber über das eigentliche Problem hinweg“, sagt
Wirtschaftsbund Obfrau Silke Steiner. In zahlreichen Gesprächen hätten Unternehmer deutliche
Umsatzrückgänge beklagt. „Das mag vielleicht an der Jahreszeit und an der schwachen touristischen
Wintersaison liegen. Vor allem aber daran, dass der Raum nicht gestaltet wird und kein ganzheitliches
Nutzungskonzept vorliegt“, so Steiner.
Die Unternehmer am Hauptplatz hätten ihre Hausaufgaben jedenfalls gemacht, so Peter Paul
Rohracher, der Obmann des Vereins zur Förderung des Lienzer Hauptplatzes. „Das von der Stadt
Lienz geforderte Marketingbudget immerhin in der Höhe von 40.000 Euro ist aufgestellt, fast 80%
der am Hauptplatz tätigen Unternehmer sind mit im Boot“, erklärt Rohracher. Bei Erweiterung oder
Änderung der Nutzung muss jeder Eigentümer für die Geschäftsfläche eine Parkplatzabgabe an die
Stadt entrichten. „Wenn diese Parkplätze aber reduziert werden, ist es die Pflicht der Gemeinde,
neue Parkplätze in entsprechender Anzahl und in unmittelbarer Umgebung zu errichten. Dies ist
jedoch verabsäumt worden“, so Rohracher.
In dieselbe Kerbe schlägt die Wirtschaftsbund Obfrau: „Die ganzjährige Fußgängerzone ist meiner
Meinung nach zumindest bis zur Umsetzung des Nutzungskonzeptes und der Errichtung der
zwingend notwendigen Parkplätze zu hinterfragen.“ Eine Entscheidung zu revidieren sei keine
Schande.
„Es ist nun höchste Zeit, dass die Stadt Lienz aktiv wird und im Sinne einer Belebung des
Hauptplatzes ein Gestaltungskonzept erarbeitet, den Dialog mit den Unternehmern fortsetzt und das
viel zitierte Wohnzimmer aller Lienzerinnen und Lienzer wieder zum Zentrum der Altstadt macht“,
fordert Steiner.