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Wirtschaftsbund fordert finanzielle Fairness und bessere individuelle Beratung in Sachen Bildung

Ort

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Datum

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08. Juni 2018

Zeit

Zeit

18:03 Uhr

Einführung eines verpflichtenden, kostenlosen Talente-Checks & vergleichbare Finanzierungsprinzipien in

der beruflichen und akademischen Ausbildung

 

Mit gleich zwei Anträgen zum Thema Bildung machte sich der Tiroler Wirtschaftsbund im Wirtschaftsparlament für neue Impulse im Bildungsbereich stark. „Damit möchten wir zu vergleichbaren Voraussetzungen unterschiedlicher Bildungswege und zur besseren persönlichen Orientierung unserer Fachkräfte von morgen beitragen“, so Wirtschaftsbundobmann Franz Hörl.
 

vergleichbare Finanzierungsprinzipien in
der beruflichen und akademischen Ausbildung

Derzeit belaufen sich die gesamten öffentlichen Mittel für die duale Lehrausbildung auf 6.276 Euro pro Lehrling und Ausbildungsjahr. Die öffentlichen Mittel pro Auszubildendem/Auszubildender liegen somit deutlich unter den Kosten pro SchülerIn in den berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (10.129 Euro). Die duale betriebliche Lehrausbildung benötigt somit den geringsten Einsatz öffentlicher Mittel. „Dies ist darauf zurückzuführen, dass bei der betrieblichen Lehrausbildung der überwiegende Teil des Ausbildungsaufwandes von den Betrieben getragen wird“, so WK-Spartenobmann Franz Jirka. In den Regierungsprogrammen auf Bundes- und Landesebene finden sich klare Bekenntnisse zur Schaffung einer „Waffengleichheit“ hinsichtlich der Finanzierungsprinzipien zwischen der beruflichen und akademischen Ausbildung. So bekennt sich die Tiroler Landesregierung im aktuellen Arbeitsprogramm dazu, die finanziellen Hürden bei der Meisterprüfung abzubauen. „Zwar werden die Vorbereitungskurse für Meister- und Befähigungsprüfungen vom Land Tirol mit bis zu 50 % der Kurskosten und maximal 3.000 Euro gefördert. Jedoch sind Prüfungsgebühren, Materialkosten und Werkstättenbenützungsgebühren nicht enthalten. Daher gilt es, möglichst zeitnah die weiteren notwendigen Schritte zur Angleichung der Rahmenbedingungen zwischen den Ausbildungsformen zu setzen und damit das österreichische Erfolgsmodell der dualen Ausbildung vorausschauend zu stärken“, so Jirka.


Einführung eines verpflichtenden,
kostenlosen Talente-Checks

Als Antrag eingebracht wurde auch die Forderung nach einem verpflichtenden, kostenlosen Talente-Checks für alle Schülerinnen und Schüler der 7. Schulstufe. Die Ergebnisse des Tests sollen anschließend an den Check mit den Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern im Rahmen eines Beratungsgesprächs mit qualifizierten BerufsberaterInnen an den Schulen besprochen und schriftlich ausgehändigt werden. „Zahlreiche junge Menschen beginnen eine Ausbildung, die sie dann wieder abbrechen, weil sie erkennen, dass der eingeschlagene Weg doch nicht der richtige ist. Dabei geht viel Potential verloren. Damit die Entscheidung über den weiteren Lebensweg leichter getroffen werden kann, ist es unseres Erachtens notwendig, Schülerinnen und Schülern, ihren Eltern, Lehrerinnen und Lehrern mit einem umfassenden Talente-Check mehr Sicherheit bei der bestmöglichen Entscheidungsfindung zu geben“, betont WK-Vizepräsidentin Barbara Thaler.