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Wintertourismus ist wichtige Lebensader im Oberland

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Datum

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22. November 2018

Zeit

Zeit

11:54 Uhr

Nach der Entscheidung des Landesverwaltungsgerichts für die weitere Sperre des Skiwegs „Brunnenkogel“ am Pitztaler Gletscher bezeichnet VP-Wirtschaftssprecher LAbg. Mario Gerber die damit entstandene Situation als untragbar.

Nach der Entscheidung des Landesverwaltungsgerichts für die weitere Sperre des Skiwegs „Brunnenkogel“ am Pitztaler Gletscher bezeichnet VP-Wirtschaftssprecher LAbg. Mario Gerber die damit entstandene Situation als untragbar. „Für das regionale Wirtschaftssystem im Bezirk ist die Entscheidung fatal. In dieser Hinsicht muss man jetzt von Gefahr in Verzug sprechen. Denn der Tourismus, und hier insbesondere die Seilbahnen, sind in vielen Teilen Tirols der Wertschöpfungsbringer Nummer Eins“, so Gerber.

Der Landtagsabgeordnete verweist dabei auch auf eine Studie des Instituts MANOVA, die für den Bezirk Landeck ohne Seilbahnen ein düsteres Bild zeichnet. Dabei könne man die Daten für den Bezirk Landeck, so Gerber, durchaus auch auf das gesamte Oberland übertragen. „Diese Zahlen zeigen, dass bei einer Schließung aller zehn Seilbahnunternehmen im Bezirk 857 Millionen Euro an Bruttoumsätzen entfallen, am meisten bei Beherbergung, Seilbahnen und Gastronomie. Insgesamt wären auf einen Schlag rund 40 Prozent der Wertschöpfung und der Arbeitsplätze in der Region dahin“, zitiert Gerber.

Dies sei zwar ein „nicht vorstellbares Horrorszenario“, zeige aber zugleich beispielhaft die Bedeutung eines funktionierenden und blühenden Wintertourismus im Oberland. „Wir wären politisch fahrlässig, wenn wir die Standortvorteile einer Region wirtschaftlich nicht bestmöglich für die Lebensqualität der dortigen Bevölkerung nützen würden. Eine Schwächung des Wintertourismus geht unmittelbar mit einer Gefahr für viele menschliche Existenzen und der wirtschaftlichen Ausdünnung des ländlichen Raums einher“, betont der VP-Wirtschaftssprecher. „Umso mehr muss für den Skiweg Brunnenkogel nun rasch eine gute Lösung her. Ich bin dafür, dass sich die NGOs gemeinsam mit den Beteiligten an einen Tisch setzen und hier konstruktiv mitwirken“, so Gerber.