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Regionalisierung der Mangelberufsliste ist richtige Antwort auf aktuelle Arbeitsmarktsituation!

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Datum

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03. Dezember 2018

Zeit

Zeit

12:14 Uhr

Der Fachkräftemangel ist eine große Herausforderung für unseren Standort und wird zunehmend zum Hemmschuh der wirtschaftlichen Entwicklung. „Allein im Bereich Gewerbe und Handwerk fehlen nach einer Schätzung rund 3.000 qualifizierte MitarbeiterInnen. Auch im Tourismus sind zu Beginn der Wintersaison noch 3.050 Stellen unbesetzt“, stellen Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf und NR Franz Hörl fest. Dieser prekären Mitarbeitersituation steuert die Bundesregierung mit der Regionalisierung der Mangelberufsliste nun entgegen.

Kontrollierte Zuwanderung von Fachkräften aus dem Ausland essentiell

Der Fachkräftemangel ist eine große Herausforderung für unseren Standort und wird zunehmend zum Hemmschuh der wirtschaftlichen Entwicklung. „Allein im Bereich Gewerbe und Handwerk fehlen nach einer Schätzung rund 3.000 qualifizierte MitarbeiterInnen. Auch im Tourismus sind zu Beginn der Wintersaison noch 3.050 Stellen unbesetzt“, stellen Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf und NR Franz Hörl fest. Dieser prekären Mitarbeitersituation steuert die Bundesregierung mit der Regionalisierung der Mangelberufsliste nun entgegen.

„Neben der Aufstockung der bundesweiten Mangelberufsliste, die von 27 auf 45 Berufe angehoben wird, wird nun mit einer zusätzlichen Regionalisierung auf die Bedürfnisse in den einzelnen Bundesländern eingegangen. Diese Initiative der Bundesregierung ist die richtige Richtung Antwort auf die aktuelle Arbeitsmarktsituation, um die dringend benötigten Fachkräfte zu bekommen“, lobt LRin Zoller-Frischauf die Tiroler Bundesministerin Margarethe Schramböck.
 

Beschäftigungswachstum im Tourismus wesentlicher Faktor

Die Anzahl der Mitarbeiter in der gewerblichen Wirtschaft Tirols stieg seit 2001 um ca. 28%. Im Tourismus stieg die Anzahl im selben Zeitraum um mehr als das Doppelte um sagenhafte 61,28%. Für Wirtschaftsbundobmann NR Franz Hörl zeigen diese Zahlen besonders den Handlungsbedarf für die heimische Tourismusbranche auf. „Die Tiroler Tourismusbetriebe sind in den letzten Jahren gewachsen und haben viel in den Ausbau der Qualität investiert. Dadurch konnten die Beschäftigten in den letzten Jahren verdoppelt werden. Durch Gewerkschaft und Co. werden immer die schlechten Arbeitsbedingungen als Grund für den Fachkräftemangel angeführt. In Wahrheit kann aber der eigene Arbeitsmarkt den Bedarf in dieser Branche nicht abdecken. Wenn Hotels in Tirol nicht in der Lage sind, genügend Köche und Kellner zu bekommen, dann können sie nicht ihre volle Leistungskraft entfalten. Das schadet dem Ansehen Tirols als Tourismusland Nummer 1 in den Alpen und demotiviert die Unternehmerinnen und Unternehmer“, so Hörl.
 

Bedarf an ausländischen Fachkräften wird weiter steigen

Die heute veröffentlichten Arbeitsmarktdaten zeigen einen weiteren Rückgang der Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr um 8,7%. „Tirol verzeichnet nach Oberösterreich den höchsten Rückgang im November. Das sind positive Nachrichten, aber der heimische Arbeitsmarkt ist fast ausgetrocknet, daher benötigen wir zusätzliche Möglichkeiten den Arbeitskräftebedarf zu decken“, so LRin Zoller-Frischauf mit Blick auf die Initiativen der Bundesregierung. Wie der Fachkräftemonitor Tirol zeigt, wird sich die Situation in den nächsten Jahren nicht verbessern. Zwischen den Jahren 2018 und 2030 ist davon auszugehen, dass in Tirol das Angebotspotenzial an Arbeitskräften um etwa 6,6% abnehmen wird. Absolut bedeutet dies für die Unternehmen in Tirol, dass ihnen im Jahr 2030 voraussichtlich circa 23.000 Arbeitskräfte weniger zur Verfügung stehen werden. Beträgt der prognostizierte relative Engpass im Jahr 2018 über alle Wirtschaftszweige und Qualifikationen hinweg 3,2%, so ist davon auszugehen, dass sich dieser bis zum Jahr 2025 auf 7,5% und bis zum Jahr 2030 sogar auf 10,4% erhöhen wird. Dies ist zu großen Teilen der demografischen Entwicklung zuzurechnen. „Diese Zahlen belegen: Wir können den Bedarf nicht alleine stemmen und sind auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen“, so Hörl.