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50-Prozent-Erhöhung belastet viele Berufstätige und schwächt die Wirtschaft in der Stadt!“

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19. November 2018

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14:14 Uhr

Wirtschaftsbund-Kritik an Lienzer Parkplatzgebühren

Deutliche Kritik an der massiven Erhöhung der Parkplatzgebühren in Lienz üben heute die Wirtschaftsbund-Obfrauen des Bezirks und der Bezirkshauptstadt, Michaela Hysek-Unterweger und Anna Geiger-Vergeiner. „Bereits die Stadt-ÖVP hat mit ihrem Nein klar zum Ausdruck gebracht, dass dies alles andere als eine moderate Steigerung ist“, so Hysek-Unterweger.

Neben der Dimension der Erhöhung kritisieren die beiden Wirtschaftsbundvertreterinnen vor allem die drohenden Begleiterscheinungen. „Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus den Tälern sind meist auf den Pkw angewiesen und benötigen daher eine Jahreskarte zum Parken. Dies soll in Zukunft 250 anstatt wie bisher 125 Euro kosten. Das ist eine deutliche finanzielle Mehrbelastung, die in dieser Form nicht zu akzeptieren ist“, betont die Wirtschaftsbund-Bezirksobfrau. Zumal die Maßnahme den Kern des Problems ausklammert und damit keine nachhaltige Lösung darstellt.

„Das System des öffentlichen Nahverkehrs im gesamten Bezirk ist noch nicht flächendeckend und in einem annehmbaren Takt abgestimmt, daher sind vor allem auch Teilzeitbeschäftigte gezwungen, mit dem Auto zu fahren“, so Geiger-Vergeiner. Anstatt an einer gesamthaften Optimierung der Mobilität zu arbeiten, setze man nun auf das scheinbar einfachste Mittel: „Kosten rauf und das Problem hat sich erledigt. Das scheint das einzige Argument der Stadtführung zu sein“, kritisieren die beiden Wirtschaftsbündlerinnen, die auch für ihre Klientel Nachteile orten. „Mit der Erhöhung der Parkgebühren und der verstärkten Beruhigung der Innenstadt weichen Kunden vermehrt auf Einkaufszentren und Fachmarktzentren mit Parkplätzen ohne Parkgebühr aus. Dieser zu befürchtende Effekt wird den Handel in der Stadt nachhaltig schädigen“, warnen die beiden.